Europäische iGaming-Marke begrenzt Spielerverluste

Jürgen Bergmann | 18 Juni 2018

Eine europäische Glücksspielmarke legt Verlustgrenzen festDie globale iGaming-Branche stand in letzter Zeit unter hohem Druck, mehr und bessere Maßnahmen zu ergreifen, um Spieler vor den negativen Aspekten des Glücksspiels zu schützen. Das ist einer der Hauptgründe für die Entscheidung des finnischen Glücksspiel- und Online-Casino-Betreibers PAF, eine Obergrenze für die Verluste einzuführen, die ein Spieler innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten anhäufen kann.

Zukünftig kann ein Spieler bei PAF im Laufe eines Jahres nicht mehr als 35.000 Dollar verlieren. Die Initiative ist die erste ihrer Art, und PAF hat bereits verlautbart, dass das Unternehmen durch die Einführung einer Verlustgrenze ungefähr fünf Prozent seines Jahresumsatzes einbüßen wird.

Ein ganz neuer Weg wird beschritten

Ähnliche Initiativen wurden zwar auch schon von Mitbewerbern angestoßen, aber nicht in dem Maße, wie es nun PAF vorgemacht hat. Das Unternehmen erklärte, dass die Förderung verantwortungsvollen Glücksspiels zur Verhinderung problematischer Spielgewohnheiten das entscheidende Motiv für diese bahnbrechende Initiative sei. Zu den weiteren Maßnahmen zählen die Identifizierung von Kunden, die zu einem risikobehafteten Verhalten tendieren, sowie eine Aufschlüsselung der individuellen Spieldaten für die Kunden des Unternehmens.

Den Schaden begrenzen

Der PAF-Geschäftsführer Christer Fahlstedt sagte, dass PAF den Spielern auch weiterhin ihre persönliche Spielhistorie zur Verfügung stelle und sie dazu anregen werde, die von PAF zur Verfügung gestellten Online-Tools zu nutzen, um verantwortungsvolle Spielgewohnheiten zu fördern. Auch in Sachen Kundeninterventionen hat PAF seine persönliche Messlatte angehoben: Hier stieg die Zahl im Zeitraum 2016/2017 um 500 %.

PAF hofft darauf, demnächst in Schweden eine Lizenz zu erhalten und hat zu diesem Zweck den skandinavischen Behörden vorgeschlagen, eine Verlustobergrenze für den gesamten Markt einzuführen, wenn Schwedens frisch überarbeitete Glücksspielgesetze im Januar nächsten Jahres in Kraft treten.

Fahlstedt sagte, dass PAF eine marktweite Einführung der neuen Initiative vorgeschlagen habe und man im jeden Fall daran festhalten werde, auch wenn dieser Vorstoß abgelehnt wurde. Man hofft, dass der Markt erkennen werde, dass dies der beste Weg ist, um problematisches Spielverhalten einzudämmen, und sich letztlich dazu entschließt, dem Beispiel von PAF vollumfänglich zu folgen.

Fahlstedt stellte abschließend klar, dass das Unternehmen nicht das Leben von Menschen durch problematisches Glücksspiel zerstört sehen wolle und dass es sich voll und ganz für diese Sache einsetze. In der Zukunft könnten vielleicht weitere europäische oder internationale Marken folgen und die Spielverluste zu begrenzen, um mögliche negative Auswirkungen des Glücksspiels zu reduzieren.

 

Quellen:

http://www.igamingbusiness.com/news/paf-risks-5-income-30k-loss-limit