Haustierfreundliche Hochzeiten

Jürgen Bergmann | 25 Mai 2018

Haustierfreundliche HochzeitenDer Hochzeitstag ist einer der wichtigsten Tage im Leben, der nicht nur dem Brautpaar, sondern allen Gästen auf ewig in Erinnerung bleiben wird. Sind die künftigen Eheleute Tierbesitzer, dann haben sie selbstverständlich den Wunsch, dass auch ihr geliebter Vierbeiner an der Zeremonie teilnimmt. Dafür muss allerdings einiges beachtet werden.

Grundsätzliche Gedanken

Bevor man sich an die Planung der Hochzeit mit Haustier macht, sollte man sich einige grundsätzliche Dinge überlegen. Zum einen sollte man sich über die Frage Gedanken machen, ob das Tier überhaupt für die Zeremonie geeignet ist. Schließlich handelt es sich um eine Veranstaltung, an der zahlreiche Menschen teilnehmen. Das sorgt für viel Lärm und Hektik, dem nicht jedes Haustier gewachsen ist. Außerdem könnten auch Kinder anwesend sein, die das Tier streicheln wollen, was diesem eventuell nicht gefallen könnte. Auf der anderen Seite sollte man im Vorfeld der Hochzeit sicherstellen, dass alle Gäste wissen, dass ein Vierbeiner (oder gar mehrere) bei der Trauung anwesend ist. Möglicherweise gibt es Teilnehmer, die allergisch sind oder panische Angst vor dem Tier haben. Dies muss natürlich kein Grund sein, den Vierbeiner komplett auszuschließen. Allerdings erfordert es einige logistische Überlegungen, wie man Tier und Allergiker beziehungsweise ängstliche Gäste während der Feier voneinander fernhalten kann. Schließlich soll sich keiner der Teilnehmer ausgeschlossen fühlen und bei der Hochzeit damit beginnen, sich lieber mit Online-Spielen zu beschäftigen.

Die Wahl des Ortes

Hat man sich letztlich dazu entschieden, das Haustier an der Hochzeit teilnehmen zu lassen, dann folgt auch gleich die nächste Hürde: die Suche nach dem Ort, an dem die Zeremonie stattfinden soll. Zunächst hängt die Recherche davon ab, um was für ein Tier es sich überhaupt handelt. So wird es mit einer Katze oder einem Hund weniger Schwierigkeiten geben als mit einem Pferd – aus verständlichen Gründen, betrachtet man die jeweilige Größe der Tiere. Die Vermieter von vielen Locations haben aber grundsätzlich ein Problem damit, wenn Vierbeiner in ihren Räumlichkeiten unterwegs sind. Daher sollte man unbedingt vor der Hochzeitsfeier abklären, dass die gewünschte Örtlichkeit tierfreundlich ist.

Betreuung für den Vierbeiner

Natürlich hat das Brautpaar während der Hochzeit nicht immer die Möglichkeit, sich um sein Tier zu kümmern. Und auch die Gäste wollen die Zeit genießen und nicht ständig ein Auge auf den Vierbeiner werfen. Deshalb ist es wichtig, eine Betreuung für das Tier zu organisieren. Es gibt professionelle Dienstleister, die das Wohl von Hund, Katze oder Pferd in ihre Hände nehmen. Sie versorgen das Tier mit Futter und Wasser und bringen es nach der Feier sogar nach Hause oder ins Hotel, wenn dies gewünscht ist.

Das Tier einbeziehen

Um der Hochzeit eine besondere Note zu verleihen, kann man sich auch überlegen, das Haustier direkt in die Zeremonie einzubeziehen. Gerade Hunde sind beispielsweise sehr gut dafür geeignet, dem Brautpaar den Ring zum Altar zu bringen. Das erfordert eine Menge Training im Vorfeld, weil es sich ja um einen der wichtigsten Momente der Zeremonie handelt, der möglichst nicht schiefgehen sollte. Den Ring platziert man am besten auf einem speziellen Kissen, das man auf dem Rücken des Hundes festmachen kann. Theoretisch funktioniert dies auch bei Katzen, allerdings sind diese naturgemäß viel eigensinniger als Hunde. Das könnte es schwieriger machen, sie dazu zu bringen, mit dem Kissen auf dem Rücken zum Altar zu laufen. Wenn das Tier schon Teil der Zeremonie ist, dann gehört es natürlich auch mit auf die Hochzeitsfotos. Deshalb sollte man auch den Fotografen im Vorfeld informieren, damit er Motive ausdenken kann, die den Vierbeiner kreativ in die Bilder einbinden.