Kopfgeldjagd: Ein neuer Weg, Bitcoin zu bekommen

Jürgen Bergmann | 19 Februar 2018

Bitcoin-Mining wird zunehmend schwieriger, und der Kauf von Bitcoin ist sehr teuer. Für jene, die eine alternative Möglichkeit suchen, mehr von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen in ihre virtuellen Wallets zu bekommen, bietet das Verdienen von Altcoins eine interessante dritte Option.

Es ist inzwischen möglich, in Bitcoin bezahlt zu werden -  über Bitcoin Faucets oder indem man zum Kopfgeldjäger wird. Bitcoin-Faucets sind Websites, die die Durchführung bestimmter Aufgaben mit Bitcoin bezahlen. Diese Aufgaben sind sehr einfach und werden auf der Plattform beschrieben. Andere virtuelle Währungen können ebenso verwendet werden, obwohl Bitcoin die gängigste ist.  Die Kopfgeldjagd ist kniffliger.

Was ist die Bitcoin-Kopfgeldjagd?

Bei der Kopfgeldjagd verdient man auch Altcoin oder ICO (Initial Coin Offering)-Wertmarken, aber die Aufgaben sind kniffliger. Diese können zwar auch recht einfach sein wie z.B. das Posten auf sozialen Medien oder das Liken einer Seite. Dies ist oft bei Startup-Unternehmen der Fall,  die den großen Pool aus bereitwilligen Kopfgeldjägern benötigen, um in Fahrt zu kommen und sich am Markt zu halten. Diese Unternehmen zahlen für gewöhnlich in ICO-Wertmarken.

Bei der Kryptowährung-Kopfgeldjagd kann es aber auch um wesentlich anspruchsvollere Aktivitäten gehen, wie z.B. das Identifizieren und Nachverfolgen von Hackern. In diesem Fall ähneln Bitcoin-Kopfgeldjäger  den ursprünglichen Kopfgeldjägern, die im Wilden Westen Kriminelle gegen Belohnungen überführt haben. Es gibt auch Aufgaben, die sich irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen befinden, wie z.B. das Testen neuer Apps und das Berichten zu Erfahrungen und eventuellen Problemen.

Der Prozess der virtuellen Kopfgeldjagd

Die erste Sache, die man tun muss, wenn man die Kryptowährung-Kopfgeldjagd ausprobieren möchte, ist das Finden von Unternehmen, die in Bitcoin zahlen möchten. Viele Internetforen veröffentlichen derartige Details – daher ist es recht einfach, Jobs zu finden, die verschiedenen Fähigkeiten entsprechen. Es ist dann sehr einfach, sich online um den Job zu bewerben.

Unternehmen bieten die Jobs wahrscheinlich den geeignetsten Kandidaten an. Wenn eine Person also nicht über bestimmte Fähigkeiten verfügt, die erforderlich sind, sollte sie sich andere Beiträge anschauen. Die Anforderungen an Jobs können sich ändern und können sehr kurzfristig entfernt werden. Daher muss man die Altcoin-Jobs, um die man sich beworben hat, genau beobachten. Jeder Job führt im Detail bestimmte Regeln dahingehend auf, was getan werden muss, und erklärt, wie der Nachweis bezüglich einer durchgeführten Aufgabe einzureichen ist.

Was Kopfgeldjäger verdienen

Egal, in welcher Kryptowährung Kopfgeldjäger tätig sind: Sie werden vermutlich nicht genug verdienen, um davon zu leben. Wenn sie in Bitcoin tätig sind, können sie eine ordentliche Summe verdienen, um sie dann in der zunehmenden Anzahl an Online Casinos auszugeben, die diese virtuelle Währung akzeptieren. Kopfgeldjäger sehen ihre Aktivitäten jedoch tendenziell eher als Ergänzungen zu ihren anderen Einnahmequellen. Sie können sogar in Satoshis bezahlt werden, die jeweils einem Hundertstel von einem Millionstel Bitcoin entsprechen. Je spezialisierter ein Job ist, umso höher ist die Bezahlung. Kopfgeldjäger, die dabei helfen, Cyber-Kriminelle zu überführen, werden also mehr verdienen als jene, die Facebook-Seiten liken.

Für die, die in ICOs bezahlt werden, ist die Situation so ähnlich wie beim Crowdfunding. Ein ICO ist eine Kryptowährung, die von einem Startup-Unternehmen eingeführt wird und dann gegen echtes Geld oder Bitoin getauscht wird, um Geldmittel zu generieren. Jeder, der über eine ICO-Wertmarke  verfügt, wird zum Stakeholder in dem Projekt. Wenn das Unternehmen anfängt, Geld zu verdienen, können diese sehr wertvoll werden. Kopfgeldjäger, die in ICO-Wertmarken bezahlt werden, sind  auch Anteilseigner, und der gleiche Umstand findet Anwendung. Das Problem besteht darin, dass es wie im Falle von Kickstarter keine Garantie dafür gibt, dass die Startups erfolgreich sein werden, und keine Verpflichtung des Unternehmens besteht, Anteilseigner in einem solchen Fall zu bezahlen. Interessenten sollten ICO-Jobs im Einzelfall prüfen und entscheiden, ob diese jeweils ihre Zeit und Mühe wert sind.