Regierung willigt ein, Online-Casino-Gesetze zu verbessern

Jürgen Bergmann | 23 November 2016

Regierung willigt ein, Online-Casino-Gesetze zu verbessernDeutschlands Online-Glücksspielmarkt gibt schon seit vielen Monaten Anlass zur Diskussion. Nicht nur deutsche Betreiber, sondern auch internationale Unternehmen, die ihre Dienste in Deutschland anbieten, haben ihren Missmut über die aktuelle Gesetzeslage zum Ausdruck gebracht, durch die die Branche derzeit reglementiert wird, und die in der Vergangenheit für zahlreiche Problem bei der Bereitstellung von iGaming-Inhalten gesorgt hat.

Jetzt lässt eine neue Pressemeldung Deutschlands Online-Casino-Markt neue Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Die Erklärung kündigt an, dass sich der gesetzliche Rahmen in Deutschland schon bald ändern wird, was wir zum Teil wachsendem Druck von Seiten der Europäischen Kommission, iGaming-Betreibern und deutschen Gerichten zu verdanken haben.

Es wurde berichtet, dass sich alle 16 Bundesländer Deutschlands auf den Abschluss eines neuen Glücksspielstaatsvertrags einigen konnten. Das Abkommen wird hoffentlich Lösungen für widersprüchliche Regelungen finden, mit denen die Branche seit Inkrafttreten des ursprünglichen Regelwerks im Jahre 2012 zu kämpfen hatte.

Die Europäische Kommission und die Gerichte hatten Einwände gegenüber dem derzeitigen Regelwerk erhoben, insbesondere weil es für derart ernsthafte Probleme verantwortlich war, dass viele iGaming-Betreiber vor Gericht gezogen sind. Dank des neuen Glücksspielvertrags sind diese Lizenzregelungen derzeit auf Eis gelegt und es besteht neue Hoffnung, dass vernünftigere und  angemessenere Anpassungen vorgenommen werden.

Beschränkungen für deutsche Sportwettlizenzen sollen fallen

Eine der meistbeachteten Änderungen ist die Aufhebung von Einschränkungen bei der Vergabe von Sportwettlizenzen in Deutschland. Derzeit dürfen nur 20 Sportwettlizenzen an Online-Betreiber vergeben werden, was die Wachstumsmöglichkeiten und Einstiegschancen innerhalb des Markts stark einschränkt.

Dieses System wird allerdings schon bald durch eines ohne künstliche Obergrenze ersetzt, bei dem Betreiber stattdessen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen, bevor Sie eine Lizenz verliehen bekommen.

Deutsche Spieler könnten auf lizenzierten einheimischen Casino-Seiten spielen

Die Pressemeldung nennt viele mögliche Gründe, warum sich die deutsche Regierung dazu entschlossen hat, die Gesetzeslage zu ändern, und auch warum es an Gesprächen über Player-Sharing mit anderen Ländern Europas teilnimmt. Wie öffentlich wurde, sehen sich die deutschen Regulierungsbehörden gezwungen, neue Entwicklungen auf dem internationalen iGaming-Markt im Auge zu behalten.

Daraus kann man schließen, dass Deutschlands derzeitiges verwirrendes Lizenzvergabesystem durch eine pragmatischere Herangehensweise ersetzt werden wird, wodurch sich deutschen Casino-Kunden die Möglichkeit eröffnet, auf einheimischen Casino-Seiten um echtes Geld zu spielen.

Zu den anderen möglichen Veränderungen zählt auch die Einrichtung eines monatlichen Verlustlimits, das deutsche Spieler schützen soll. Außerdem könnte auch eine neue Strafverfolgungsbehörde entstehen, die unlizenzierte Anbieter auf dem einheimischen iGaming-Markt aufspürt.